Marx sagt in Die Klassenkämpfe in Frankreich, Revolutionen seien die Lokomotiven der Weltgeschichte. In TURKSIB ist das wörtlich zu verstehen. Eine neue, 1400 Kilometer lange Eisenbahnstrecke wird vom südlichen Turkestan ins nördliche Sibirien verlegt, durch Steppe, Wüste, unerträgliche Hitze und Sandstürme. Die Zivilisation bricht sich Bahn. Kamelkarawanen werden von der Zugverbindung verdrängt. Sie ermöglicht die Bewässerung bislang verdorrender Baumwollfelder in Turkestan und lässt die übrigen Sowjetrepubliken an der Ernte teilhaben. (Ulrich Döge) »Es sieht so aus, als ob alle Arbeiter mit letztem Fanatismus am Werk sind […]. ›Kampf dem Primitiven‹, so heißt ein Titel. Mit allen Mitteln westlicher Technik geht man an den Bau. Riesenkräne schnappen Erdmassen, Berge wanken durch Dynamitsprengungen […]. Durch Gebirge geht es und Riesenströme. Unaufhaltsam. Turksib, Turksib!
Man möchte selbst zur Spitzhacke greifen, damit Turksib fertig wird.« (Georg Herzberg, in: Film-Kurier, Nr. 308, 28.12.1929)
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