| Geboren am 4. Juli 1900. King Vidor entrollt in The Crowd das Lebenspanorama eines durchschnittlichen, männlichen Amerikaners seiner Zeit: aufgewachsen irgendwo am Land, hoffnungsvoller Zuzug nach New York, Eingliederung in das Angestelltendasein einer großen Versicherung, Heirat, Hochzeitsreise zu den Niagarafällen, Kinder, Ehekrisen, Arbeitslosigkeit, urbane Vergnügungen. Auch der Tod ist Teil dieser Geschichte und die Schwierigkeiten, damit angemessen umzugehen in der Großstadt. Im Grundton freilich pessimistisch angesichts der Einförmigkeit der Lebensperspektiven, nie aber zynisch, selten moralisierend, oft großartig komisch und immer ganz nah an den Figuren und ihren Versuchen, das Leben in den Griff zu bekommen, ist The Crowd im besten Sinn ein Vorläufer aktueller Family Sitcoms: Coney Island, die Vergnügungsinsel von New York und Vorbild aller modernen Vergnügungsparks wird ganz selbstverständlich als jener Ort gezeigt, in dem die großstädtische Lebenspraxis spielerisch fortgeführt, ironisch kommentiert und seine Herausforderungen in vergnüglichen Dosen erträglich gemacht werden. http://filmmusik.at/
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